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Heizen mit einer Wärmepumpe

Wer sich mit dem Gedanken einer Photovoltaikanlage trägt, sollte als Heizsystem eine Wärmepumpe in Betracht ziehen. Denn am lohnendsten ist eine Photovoltaikanlage dann, wenn der erzeugte Strom im Haus selbst verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird.


Die Wärmepumpen-Heizung kommt diesem Ziel entgegen. Denn die einzige von außen zugeführte Energie bei dieser Heizungsart ist Elektrizität. Diese wird benötigt, um den Heizkreislauf in Gang zu setzen. Einer natürlichen Wämequelle wie Wasser, Luft oder dem Erdreich wird in der Wärmepumpe die Wärme entzogen und dem Heizkreislauf zugeführt.


Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ähnelt dem Prinzip eines Kühlschranks – nur umgekehrt. Ein verflüssigtes Gas mit einem niedrigen  Siedepunkt (zum Beispiel Propan) wird durch ein Entspannungsventil ins Erdreich geleitet, wo es aufgrund der dort vorhandenen konstanten Temperatur von etwa 10 ° Celsius verdampft. Nun wird es in einen Kondensator geleitet, wo es die aufgenommene Wärme an das Heizsystem abgibt und sich dabei wieder verflüssigt.


Die Wärmepumpen-Heizung kann mit verschiedenen Wärmequellen betrieben werden.


Die sogenannte Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzt – wie oben schon beschrieben – die Wärme des Erdreichs aus. Um diese zu verwenden, wird im Garten entweder ein Erdkollektor in Form eines schlangenförmigen Rohres in etwa 1,5 m Tiefe verlegt oder es wird eine Erdsonde eingebaut, die bis zu 100 m tief in die Erde reicht.


Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen die Wärme der Außenluft. Diese wird angesaugt und nach Abgabe der Wärme wieder ins Freie geleitet.


Alle drei Varianten lassen sich im Einfamilienhaus-Neubau nutzen. Sie sind klimafreundlich, da keine Brennstoffe zu CO² verbrennen können. Wird zusätzlich Strom aus einer Photovoltaikanlage genutzt, fallen im Betrieb nur äußerst geringe Heizkosten an und die CO²-Bilanz wird nicht belastet.


Einige Modelle moderner Wärmepumpen dienen im Sommer gleichzeitig der Kühlung. Dabei wird entweder der Wärmekreislauf in einen Kühlkreislauf umgekehrt oder es wird (bei ausgeschalteter Wärmepumpe) die überschüssige Temperatur mit einem Wärmetauscher nach außen oder ins Grundwasser abgeführt.


Wärmepumpen funktionieren auch bei kältesten Außentemperaturen zuverlässig. Durch die Nutzung kostenloser Wärmequellen sind sie im Betrieb sehr kostengünstig. Die vergleichsweise höheren Anschaffungskosten machen sich so schnell bezahlt.

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